In der Musiktherapie wird Musik verwendet um therapeutische Ziele zu erreichen.
Wir nutzen rezeptive Musiktherapie - das bewusste Hören von Musik - und aktive Musiktherapie z.B. mit Instrumenten. Das Hören und Spielen von Musik ist ein komplexes Geschehen, an den auch Denken und Fühlen beteiligt sind. Melodie und Rhythmus, Harmonie und Dissonanz, das Auflösen und Neuentwickeln von Strukturen in der Musik können dazu genutzt werden, therapeutische Prozesse zu gestalten. Für die Gruppen- und Einzeltherapie ist keine musikalische Vorbildung erforderlich.
In unserer Klinik wird die Musiktherapie vorwiegend zur Behandlung von Patienten mit Tinnitus und Geräuschüberempfindlichkeit eingesetzt. Dabei geht es um das Verstehen und Beeinflussen der Hörverarbeitung.
Schwerpunkte für Tinnituspatienten
- Sensibilisierung des Hörkanals durch Anleitung zu differenziertem Hören von ausgewählten Musikstücken unterschiedlichster Stilrichtungen und Naturgeräuschen
- Vermittlung von Bewältigungsstrategien z.B. Hör- und Atemtechniken
- Entspannung durch Musik
Schwerpunkte in der Hyperakusistherapie
- Stärkung der gesunden Hörfähigkeit durch positive Hörerfahrungen.
- Bewusst machen von Hörbelastungen im Alltag und Entwicklung von Bewältigungsstrategien
- Vermittlung von Prinzipien der Desensibilisierung
- Übung von bewusstem Umgang mit Geräuschen, Lärm und Gehörschutz
In der Neurologie z. B. für Patienten nach einem Schlaganfall nutzen wir die Musiktherapie zur Wiedergewinnung der sprachlichen und motorischen Fähigkeiten. Das Erzeugen von Klängen und Rhythmen fördert die Motivation und die Ausdauer beim Üben. Durch verschiedene Spielaufgaben mit Instrumenten werden differenzierte Bewegungsabläufe trainiert.
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